Dienstag, 22. Januar 2008
Männer
In meinem Leben gibt es derzeit vier Männer.

Da wäre zuerst mein Ex, von dem ich mich vor einigen Monaten getrennt habe. Die Trennung war das Resultat von völlig verschiedenen Ansichten in nahezu jeder Angelegenheit und jahrelangem schlechtem Sex. Zumindest ich fand ihn schlecht, er war aus mir unerfindlichen Gründen der Meinung, dass es der beste Sex sei, den er je hatte. Nun ja, ich erwähnte ja schon, dass wir immer anderer Meinung waren. Nichtsdestotrotz habe ich mich seit unserer Trennung zu dem einen oder anderen Treffen verleiten lassen, welches auch immer im Bett endete und mich wieder in meiner Meinung bestätigte, dass Sex mit ihm auf einer Punkteskala von 1 bis 10 auf maximal zwei anzusiedeln ist.

Dann gibt es einen guten Freund, mit dem ich schon seit knapp drei Jahren ein kleines Affärchen hatte - irgendwo muss Frau ja auch auf ihre Kosten kommen wenn es in der Beziehung nicht so toll läuft. Im Bett ist dieser Mann perfekt, leider reicht es ausserhalb des Bettes nicht zu mehr als zu einer guten Freundschaft. Dummerweise hat dieser Freund vor drei Monaten seine Traumfrau kennengelernt und ich muss derzeit auf den Sex mit ihm verzichten. Mal sehen, wie lange er treu bleiben kann.

Erwähnenswert ist auch mein Ex-Ex, mit dem ich fünf tolle Jahre verbrachte, dem mein Job aber irgendwann auf die Eifersuchtsdrüse drückte, er damit nicht mehr klar kam und wir getrennte Wege gingen. Er ist ein toller Mensch und ich bin mir nicht sicher, ob wir die Beziehung zu leichtfertig beendet hatten. Gottseidank ist er seit einem Jahr auch wieder Single und kleinen Abenteuern nicht abgeneigt.

Zu guter Letzt gibt es noch einen guten Freund von oben gennanten guten Freund, äusserlich absolut mein Typ, im Bett genial aber ob es bei uns zwischenmenschlich klappen würde - ich weiss nicht. Ich werde aus ihm überhaupt nicht schlau und da er am anderen Ende Deutschlands wohnt, sehe ich ihn leider viel zu selten, um mir ein besseres Bild zu machen. Aber ich bleibe auf jedenfall am Ball.

Neben diesen Hauptakteuren treten ab und zu einige Nebenrollen in mein Leben, aber dazu später.

Eine Freundin hat heute Abend ihre Junggesellinnenfeier (wieder eine, die man von der Liste streichen kann) und ich werde mich langsam auf den Weg machen. Vielleicht treffe ich ja dort meinen Mr. Right. Who knows

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Sonntag, 20. Januar 2008
Kiesauffahrt oder One-Night-Stands
Seit vorgestern bin ich 30. Zumindest auf dem Papier, denn akzeptiert habe ich es noch lange nicht.

Wenn ich ein Mann wäre, würde mir das wahrscheinlich nichts weiter ausmachen, schliesslich werden Männer mit fortschreitendem Alter in der Regel immer interessanter (was wohl auch daran liegt, dass sie endlich wissen, was sie wollen und ihr Testosteron allmählich in den Griff bekommen). Bei uns Frauen sieht das ein wenig anders aus. Alter und Attraktivität entwickeln sich leider indirekt proportional zueinander.

Nun habe ich, was mein Äusseres betrifft, gute Gene erwischt, und muss mir (zumindest bisher) noch keine Gedanken über Falten oder Gewichtsprobleme machen. Ich passe noch immer in meine 34/36 Jeans und werde generell auf Anfang bis Mitte 20 geschätzt. Dann wäre doch eigentlich alles ok, oder?

Ja, aber eben nur eigentlich. Die Uhr tickt. Und sie tickt immer lauter und schneller.

Es ist nicht nur die hormonelle Uhr, die einer Frau mit Kinderwunsch zu verstehen gibt, dass es allmählich Zeit wird, sich nach einem passenden Samenspender umzusehen. Ob ich Kinder haben möchte oder nicht, hängt von meiner Tagesform und meinem jeweiligen Hormonstand ab und reicht von "Kinder - NIEMALS" bis "Lass uns ein Baby machen, hier und jetzt".

Es ist die allgemeine Lebensuhr, die mir mit jedem Ticken zu verstehen gibt, dass ich endlich in die Pötte kommen soll um mein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, dann blicke ich auf Frauen mit dicken Bäuchen oder auf Frauen mit schreienden Kindern mit Nutella-verschmierten Mündern. Oder zumindest auf langjährige Beziehungen mit eigenem Haus mit Kiesauffahrt und Hund.

Ich hingegen bin Single, lebe in einer WG, serviere bei einer grossen deutschen Fluggesellschaft mit hässlichem Vogel als Firmenlogo Tee oder Kaffee und bin zu allem Übel jetzt auch noch 30. Nicht dass mein Leben langweilig wäre. Nein. Ich habe Spass, sowohl im Job als auch mit Männern.

Aber kann es das schon gewesen sein? Sollte ich nicht mehr vorzuweisen haben als die eine oder andere langjährige (und missglückte) Beziehung, einige Seitensprünge, Affären und One-Night-Stands? Oder werden Partnerschaft, Liebe und Treue schlichtweg überbewertet? Will ich mich denn wieder in eine Beziehung begeben, Kompromisse eingehen, Treue schwören obwohl ich genau weiss, dass ihm oder mir früher oder später ein "Ausrutscher" passieren wird. Will ich Liebe und Orgasmen vortäuschen, obwohl diese intensiven Gefühle längst vom Alltag und der ständigen Widerholung, der Einfallslosigkeit und Bequemlichkeit verdrängt wurden?

Oder habe ich "den Richtigen" einfach noch nicht gefunden?

Ich weiss es nicht, aber ich werde es in den nächsten Monaten hoffentlich herausfinden.

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