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Sonntag, 20. Januar 2008
Kiesauffahrt oder One-Night-Stands
madame sophie, 16:34h
Seit vorgestern bin ich 30. Zumindest auf dem Papier, denn akzeptiert habe ich es noch lange nicht.
Wenn ich ein Mann wäre, würde mir das wahrscheinlich nichts weiter ausmachen, schliesslich werden Männer mit fortschreitendem Alter in der Regel immer interessanter (was wohl auch daran liegt, dass sie endlich wissen, was sie wollen und ihr Testosteron allmählich in den Griff bekommen). Bei uns Frauen sieht das ein wenig anders aus. Alter und Attraktivität entwickeln sich leider indirekt proportional zueinander.
Nun habe ich, was mein Äusseres betrifft, gute Gene erwischt, und muss mir (zumindest bisher) noch keine Gedanken über Falten oder Gewichtsprobleme machen. Ich passe noch immer in meine 34/36 Jeans und werde generell auf Anfang bis Mitte 20 geschätzt. Dann wäre doch eigentlich alles ok, oder?
Ja, aber eben nur eigentlich. Die Uhr tickt. Und sie tickt immer lauter und schneller.
Es ist nicht nur die hormonelle Uhr, die einer Frau mit Kinderwunsch zu verstehen gibt, dass es allmählich Zeit wird, sich nach einem passenden Samenspender umzusehen. Ob ich Kinder haben möchte oder nicht, hängt von meiner Tagesform und meinem jeweiligen Hormonstand ab und reicht von "Kinder - NIEMALS" bis "Lass uns ein Baby machen, hier und jetzt".
Es ist die allgemeine Lebensuhr, die mir mit jedem Ticken zu verstehen gibt, dass ich endlich in die Pötte kommen soll um mein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, dann blicke ich auf Frauen mit dicken Bäuchen oder auf Frauen mit schreienden Kindern mit Nutella-verschmierten Mündern. Oder zumindest auf langjährige Beziehungen mit eigenem Haus mit Kiesauffahrt und Hund.
Ich hingegen bin Single, lebe in einer WG, serviere bei einer grossen deutschen Fluggesellschaft mit hässlichem Vogel als Firmenlogo Tee oder Kaffee und bin zu allem Übel jetzt auch noch 30. Nicht dass mein Leben langweilig wäre. Nein. Ich habe Spass, sowohl im Job als auch mit Männern.
Aber kann es das schon gewesen sein? Sollte ich nicht mehr vorzuweisen haben als die eine oder andere langjährige (und missglückte) Beziehung, einige Seitensprünge, Affären und One-Night-Stands? Oder werden Partnerschaft, Liebe und Treue schlichtweg überbewertet? Will ich mich denn wieder in eine Beziehung begeben, Kompromisse eingehen, Treue schwören obwohl ich genau weiss, dass ihm oder mir früher oder später ein "Ausrutscher" passieren wird. Will ich Liebe und Orgasmen vortäuschen, obwohl diese intensiven Gefühle längst vom Alltag und der ständigen Widerholung, der Einfallslosigkeit und Bequemlichkeit verdrängt wurden?
Oder habe ich "den Richtigen" einfach noch nicht gefunden?
Ich weiss es nicht, aber ich werde es in den nächsten Monaten hoffentlich herausfinden.
Wenn ich ein Mann wäre, würde mir das wahrscheinlich nichts weiter ausmachen, schliesslich werden Männer mit fortschreitendem Alter in der Regel immer interessanter (was wohl auch daran liegt, dass sie endlich wissen, was sie wollen und ihr Testosteron allmählich in den Griff bekommen). Bei uns Frauen sieht das ein wenig anders aus. Alter und Attraktivität entwickeln sich leider indirekt proportional zueinander.
Nun habe ich, was mein Äusseres betrifft, gute Gene erwischt, und muss mir (zumindest bisher) noch keine Gedanken über Falten oder Gewichtsprobleme machen. Ich passe noch immer in meine 34/36 Jeans und werde generell auf Anfang bis Mitte 20 geschätzt. Dann wäre doch eigentlich alles ok, oder?
Ja, aber eben nur eigentlich. Die Uhr tickt. Und sie tickt immer lauter und schneller.
Es ist nicht nur die hormonelle Uhr, die einer Frau mit Kinderwunsch zu verstehen gibt, dass es allmählich Zeit wird, sich nach einem passenden Samenspender umzusehen. Ob ich Kinder haben möchte oder nicht, hängt von meiner Tagesform und meinem jeweiligen Hormonstand ab und reicht von "Kinder - NIEMALS" bis "Lass uns ein Baby machen, hier und jetzt".
Es ist die allgemeine Lebensuhr, die mir mit jedem Ticken zu verstehen gibt, dass ich endlich in die Pötte kommen soll um mein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, dann blicke ich auf Frauen mit dicken Bäuchen oder auf Frauen mit schreienden Kindern mit Nutella-verschmierten Mündern. Oder zumindest auf langjährige Beziehungen mit eigenem Haus mit Kiesauffahrt und Hund.
Ich hingegen bin Single, lebe in einer WG, serviere bei einer grossen deutschen Fluggesellschaft mit hässlichem Vogel als Firmenlogo Tee oder Kaffee und bin zu allem Übel jetzt auch noch 30. Nicht dass mein Leben langweilig wäre. Nein. Ich habe Spass, sowohl im Job als auch mit Männern.
Aber kann es das schon gewesen sein? Sollte ich nicht mehr vorzuweisen haben als die eine oder andere langjährige (und missglückte) Beziehung, einige Seitensprünge, Affären und One-Night-Stands? Oder werden Partnerschaft, Liebe und Treue schlichtweg überbewertet? Will ich mich denn wieder in eine Beziehung begeben, Kompromisse eingehen, Treue schwören obwohl ich genau weiss, dass ihm oder mir früher oder später ein "Ausrutscher" passieren wird. Will ich Liebe und Orgasmen vortäuschen, obwohl diese intensiven Gefühle längst vom Alltag und der ständigen Widerholung, der Einfallslosigkeit und Bequemlichkeit verdrängt wurden?
Oder habe ich "den Richtigen" einfach noch nicht gefunden?
Ich weiss es nicht, aber ich werde es in den nächsten Monaten hoffentlich herausfinden.
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